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Vulkan Masaya – La Boca del Infierno

La Boca del Inferno heißt auf Deutsch „Höllenschlund“. Diesen Namen gaben die spanischen Eroberer dem Vulkan und irgendwie hatten sie Recht.

Ein weiterer Vulkan in der Kette der feuerspuckenden Berge in Nicaragua – aber diesmal ganz bequem mit dem Taxi. Es ist unglaublich aber man kann hier mit dem Auto bis an den Kraterrand fahren. Nachdem wir vom letzten Vulkanaufstieg immer noch Muskelkater haben .. eine Erholung! Es ist auch der erste Vulkan mit einer Mauer vor dem Kraterrand. Ein Parkplatz komplettiert das unwirkliche Bild keine 5 Meter vom Kraterrand entfernt. Wenn man bedenkt, dass wir hier oben schöne orange- leuchtende Schutzhelme tragen müssen, würde ich mein Auto auf jeden Fall hier parken! Einparken muss man jedoch rückwärts um im Notfall schnell wegzukommen!

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Der Masaya ist 635 Meter hoch und kein Vulkan, den man ins Lexikon kleben kann. Man fährt relativ flach, stetig nach oben und auf einmal findet man den riesigen Höllenschlund dampfend – einfach so vor einem. Gebannt stehen wir am Rand und hoffen, der Wind gibt den gegenüberliegenden Rand frei. Er tut uns aber diesmal keinen Gefallen. Zumindest nicht ganz. Dennoch ist das Ganze ziemlich groß und ziemlich eindrucksvoll.

Der Dampf ist teilweise richtig grau- schwarz rauchig und der bereits bekannte Schwefelgeruch steigt uns in die Nase. Wir laufen an der Mauer vor dem Rand auf und ab.

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Die Indianer verehrten den „brennenden Berg“ und seine Eruptionen wurden als Zeichen verärgerter Götter gesehen. Deswegen brachte die einheimische Bevölkerung ihm Opfer dar, die häufig kleine Kinder oder Jungfrauen waren.

Um den Teufel abzuwehren, setzten die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert ein Kreuz an den Rand des Kraters. Viele Sagen also um den Feuerspucker.

Tatsächlich hat man uns auch erzählt, dass vor kurzem einer Selbstmord begangen hat. An den Kraterrand und springen .. Todsichere Methode!

Wir laufen mit unseren Helmen auf die andere Seite des Parkplatzes. Es fällt auf, dass hier auch überall Unterstände gebaut wurden um sich vor herumfliegenden Steinen zu schützen. Der Vulkan ist ziemlich aktiv – die letzte große Eruption war im Jahr 2008. Kleinere Lebenszeichen scheint er immer wieder von sich zu geben. Nicht heute 😀

Von der anderen Seite hat man einen super Blick ins Tal und über unendliche Lavafelder. Kalte rot- schwarze Lava türmt sich hier zu scharfkantigen Hügeln auf – bis hin zum Horizont! Eine mit grün bewachsene Mondlandschaft.

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By Janine on Juni 14, 2013

Comments:1

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  1. Antworten Janina 02.08.13

    Hallo ihr zwei Weltenbummler!!!
    Nun will ich mich mal wieder melden… Also eure Berichte sind immer toll zu lesen… Dadurch können wir, auch wenn wir weit weg sind am Geschehen teilhaben… Natürlich kann ich eure Faszination nicht teilen aber wir sind halt auch nicht dabei…
    Sonst ist bei uns alles ok! Ich hoffe bei euch auch!!!
    Viel Spaß weiterhin!!!
    Janina

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