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Lago Atitlan – versteckte Schönheit

Der Lago Atitlan liegt in einem Krater, der durch die Explosion eines sehr großen Vulkans entstanden ist. Im Laufe der Zeit ist der Wasserpegel angestiegen, da das Tal keinen natürlichen Abfluss hat. Heute ist der riesige See von drei Vulkanen umgeben. Das allein macht das Fleckchen Erde interessant für uns. Als wir ankommen macht uns jedoch die Regenzeit einen Strich durch die Rechnung – besser gesagt durch die Aussicht. Aber das es mir gesundheitlich weiterhin nicht ganz so gut geht, verbringen wir hier vier Tage in einem hübschen  kleinen Hotel mit Seeblick und lassen einfach die Seele – und auch den Körper – baumeln.

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Um den See herum gibt es viele kleine Dörfer, die an dessen Ufer und idyllisch an den Berghängen gebaut sind. Unsere Wahl fällt zunächst auf San Marcos La Laguna. Nachdem wir aber feststellen, dass dieses Dorf die absolute Hippie- Metropole ist, ergreifen wir am nächsten Morgen schlagartig die Flucht. Hier haben die Hippies eine riesige Meditationspyramide und halten sich monatelang auf! Wohnen in kleinen Pyramiden um die große Pyramide herum. Beim Mittagessen fragt man uns, ob wir überhaupt Hühnchen essen. Wir antworten mit weit aufgerissen Augen JA! Man schaut uns an und denkt: Oh mein Gott die töten Tiere .. Zuviel für uns!

Wir landen nach 40 Minuten Tuk Tuk- Fahrt in San Pedro La Laguna. Das Dorf ist etwas größer und nicht ganz von Hippies „infiziert“. Vom Hotel aus blickt man direkt auf den See, die Vulkane liegen hinter uns. Auf der Dachterrasse gibt es Hängematten mit Überdachung. Ideal in der Regenzeit, so muss man nicht sich nicht bei jeden Schauer im Zimmer verschanzen.

Auf kleinen Spaziergängen erkunden wir das Dorf Stück für Stück. Einfach ist das nicht, da die Straße zum „Zentrum“ den Berghang hoch eine Steigung von ca. 30 Grad hat. Wenn man oben ist, ist man fix und fertig! Aber oben gibt es einen Einheimischen- Markt und auch einige Geschäfte und Cafés. Und nachdem wir den ganzen Tag rumhängen, ist das schon fast in Ordnung und machbar.

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Direkt vor den Hoteleingang sitzen jeden Tag zwei junge Männer. Vor sich auf der Straße liegend ein kleines ausgebreitetes Tuch mit Schmuckstücken. Eindeutig Pseudo- Souvenirhändler .. Diese beiden gut mit Muskeln bestückten Halbstarken verkaufen sicher alles, aber keinen Schmuck 😉

Während unseres Aufenthalts ändert sich das Wetter leider nicht. Später erfahren wir, dass dieses Mistwetter auf einen Hurrikan zurückzuführen ist und sicher nicht so schlimm bleibt.

An einem Abend zieht ein heftiges Gewitter auf. Neugier frisst Vernunft und uns zieht es nach 12 Stunden Dauer-Bettliege-Weltrekord auf die Dachterrasse. Endlich Aktion! Unter dem windigen Wellblechdach lässt sind wir dem Gewitter schließlich am nächsten! Es schüttet wie aus Eimern und auf dem Dach bilden sich die ersten kleinen Seen. Ziemlich zuversichtlich habe ich mich in Socken ins Abenteuer gestürzt. Plötzlich blitzt es so hell als würde die Welt explodieren und Bruchteile von Sekunden später ein Donner, der einen wirklich denken lässt die Hölle ist ganz nah. Wahnsinn .. wir checken beide ab oder der andere noch lebt, hören und sehen kann! Zum Glück ist alles in Ordnung. Genau bei diesem Blitz-Donner-Gespann hat Daniel den Foto in der Hand und drückt auf den Auslöser. Das Ergebnis ist unten zu sehen. Die Vernunft kehrt in diesem Moment zurück und glücklich noch am Leben zu sein schleichen wir – ich barfuß – zurück vor unser Zimmer. Von hier aus blicken wir genau zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung. Der Blitz schlägt direkt in einen Funkmast auf dem Berg ein. Sowas habe ich wirklich noch nicht gesehen! Ein Blitz wie aus dem Bilderbuch knallt von oben nach unten durch den grau-schwarzen Himmel und endet in der Spitze des weiß-roten Masts. Dieser gibt daraufhin kein Lebenszeichen mehr von sich. Selbst die Macher von „The Day after Tomorrow“ haben das nicht eindrucksvoller hingekriegt!

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Der Lago Atitlan – ein wenig Erholung garniert mich dem Gefühl der Hölle ganz nah zu sein.

By Janine on Mai 23, 2013

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