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Caye Caulker – Karibik??

Mit dem Bus geht’s 20 Kilometer hinter Chetumal (Mexiko) über die Grenze nach Belize. Obwohl wir in Mexiko losfahren landen wir in einem der mittelamerikanischen „Chickenbusse“. Die gab es in Mexiko nicht – mal wieder ein neues Erlebnis. Die Chickenbusse (übersetzt: Hühnerbus) sind große alte amerikanische Schulbusse mit durchgesessenen meist zerflederten Ledersitzbänken. Mit den bequemen mexikanischen Bussen nicht vergleichbar! Auf den ersten Blick ganz gemütlich. Jedoch kann man seinen Kopf nicht anlehnen, also auch nicht schlafen und wehe der Bus wird ohne Klimaanlage bei 38 Grad voll!! Dass die Busse hier immer brechend voll sind werden wir in den nächsten Wochen noch lernen.

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Die Fahrt nach Belize City dauert ca. 4 Stunden. Die Ausreise funktioniert problemlos nachdem wir die letzten Pesos für die nicht günstigste Ausreisegebühr zusammengekratzt haben. Eigentlich wollen wir Mexiko ja garnicht verlassen und dann auch noch dafür zahlen .. blöd! Bei der Einreise nach Belize werden wieder die typisch seltsamen Grenzfragen gestellt .. ob ich Alkohol mitführe, Früchte oder sonstiges .. wo genau ich hinwill .. wie lange ich bleibe .. ob ich allein reise .. bla bla bla .. um die Gepäckkontrolle kommen wir zum Glück herum. Als der Grenzbeamte die großen Rucksäcke sieht, hat er anscheinend spontan keinen Bock mehr 🙂

Wir fahren weiter .. immer wieder steigen Leute ein und aus – der Bus wird voller und voller. Zum Glück haben wir zwei Sitzplätze. An diesem Tag ist es verdammt schwül heiß – wir schwitzen, es ist kaum auszuhalten. Naja NUR 4 Stunden!

Kaum hinter der Grenze angekommen bekommt alles ein anderes Bild. Man merkt sofort, dass wir Mexiko hinter uns gelassen haben. Wir sind in Belize – einem winzigen karibischen Land mit völlig anderen Menschen – einer völlig anderen Vergangenheit, einem völlig anderem Leben. Die Häuser im Karibikstil, die Menschen tiefschwarz. Und noch etwas ist anders: Englisch!! Es schlägt uns kein spanischer Kauderwelsch mehr entgegen! Obwohl man immer etwas Respekt vor dem Englisch auf einer Urlaubsreise hat, ist es grad in diesem Moment nach 8 Wochen Spanisch der absolute Traum! Man wundert sich wirklich, dass sich dieser winzige Staat sein Englisch behält – obwohl alles um ihn herum Spanisch spricht.

Endlich in Belize City angekommen lassen wir uns schnellstmöglich mit einem Taxi zu den Wassertaxis fahren. Das letzte fährt um 17 Uhr und es ist 16.30 Uhr! Wir wollen keine Nacht in Belize City festhängen! Am Wassertaxistand angekommen wundert man sich über unsere Eile .. ist doch erst 15.30 Uhr .. mal wieder die Zeitverschiebung verpennt! Das passiert uns ständig .. wir wissen eigentlich nie wirklich wie spät es ist.

Nach einer holperigen Stunde Boot fahren kommen wie endlich an auf Caye Caulker – eine kleine Karibikinsel. Aber wo zum Teufel ist die Karibik?!? Ok das karibische Meer ist auf dem Bootssteg stehend unter uns .. aber wo ist der strahlend weiße erhoffte Sandstrand?!? Etwas enttäuscht fragen wir die „Hostelmutter“ – tja den sucht man hier vergebens ..  Oh manno 🙁

Nach einer kurzen etwas verzweifelten Beratschlagung im Hostelbett entscheiden wir uns der Insel eine Chance zu geben und buchen 2 Nächte.

Der abendliche Spaziergang durch die „Hauptstraße“ – ein sandiges kleines Sträßchen gesäumt von Hotels, Restaurants, Souvenir- und Tauchshops – führt uns in ein Buffet- Restaurant. Wenn schon kein Strand dann wenigstens gut Essen.

Danach wird der schwül, heiße Tag noch mit einem Karibikgewitter gekrönt .. wir sitzen auf der Terrasse des Hostels und genießen die frische Regenluft. Die Wellen rauschen, der Wind bläst uns endlich kalt entgegen.

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Am nächsten Tag erkunden wir die Insel. Das ist selbst mit meiner kaputten Fußzehe (ich habe mir vorgestern den Zeh an einem Stein im See angeschlagen und mächtig verstaucht) kein Problem. In einer halben Stunde hat man die Insel umrundet – in einer Stunde ist man drum herum gehumpelt. Es gibt 3 Straßen die sich einmal über die ganze Insel ziehen – eine Front, eine Middle und eine Backstreet (Forder, Mittel und Rückstraße) – soviel mal wieder zu den originellen Straßennamen in Mittelamerika. Trotz der Inselgröße gibt es „Taxis“. So eine Art Flughafen Hin- und Herfahrdinger. Naja es gibt halt auch bequeme Touristen. Einen Backpacker wird man darauf kaum finden. Und – man glaubt es kaum – es gibt eine Bushaltestelle .. der Sinn erschließt sich uns nicht wirklich und ich denke, es ist eher eins er lustigen bunten Schilder, die überall herumstehen 😀

Unser Ziel ist „der Split“. Im Moment ist Caye Caulker in 2 Inseln geteilt und zwar durch den Hurrican Hattie. Anscheinend hat dieser eine Menge Karibiksand auf einen Haufe geblasen, damit die Insel geteilt und etwas Platz zum plantschen und entspannen geschaffen. Und tatsächlich am Split kann man ins Karibikwasser und sogar 2 Meter Strand gibt es hier!! Der Sand ist karibisch weiß .. ein Traumstrand – wenn auch ein kleiner. Wir bleiben den ganzen Nachmittag.

Beim zurückschlendern fällt uns auf, dass das Inselchen einen ganz besonderen Charme hat. Die kleinen bunten Häuschen mit den Einheimischen die davor sitzen. Jeder grüßt freundlich und zeigt die Speisekarte, die selbst hergestellten Souvenirs oder das Tourangebot. Hier gilt die Devise „go slow – stop walking so fast“ (geh langsam – hör auf so schnell zu laufen). Tatsächlich fordert sogar ein Schild dazu auf mit einem Tempolimit von 10 km/h.

Schön karibisch! Wir sind froh Caye Caulker eine Chance gegeben zu haben.

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By Janine on Mai 3, 2013

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