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Eine neue Liebe

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Warum ist Mexiko so bunt und eroberte unser Herz fast im Blindflug?

Verantwortlich dafür sind die Indianer – die indigenen Volksgruppen Mexikos. Mit ihren langen, bunten Kleidern, den bunten Tüchern, den langen schwarzen Zöpfen, den Kindern, die sie auf den Rücken gebunden haben – mit ihren Traditionen machen sie dieses Land einzigartig.

Mexiko ist ein bunter „Haufen“ aus Indianern mit spanischen Einschlägen. Jede Gruppe für sich so einzigartig, eint sie allesamt der Stolz auf ihr Land, den sie offen in unsere Herzen getragen haben.

Uns beeindrucken die Landschaften. Tiefe Canyons, Vulkan, die trockenen Gegenden gesäumt von Kakteen, der tiefgrüne Regenwald, die weißen Sandstrände.

Das alles in einem Land, welches doch größer ist als erwartet. Beeindruckender als erhofft. Friedlicher als in der Presse zu lesen ist.

Mexico City, ein Moloch. Groß! Und groß steht hier für großartig und vielseitig!

Die tausende Jahre alte Kultur. Die Mayas und Zapoteken, welche keineswegs ausgestorben sind. Überall koloniales Erbe der „Besatzer“, das indigene Erbe. Heute Stolz und Geschäftszweig.

Die Straßenstände, Märkte und Esskultur. Nicht nur scharf… sondern lecker.

Und die Menschen?

Schwarzhaarig, klein. Freundlich und gastfreundlich! Erfindungsreich. Mit einem Lächeln auf den Lippen und überraschend pünktlich. Gelassen bei der Arbeit, aber das Ziel vor Augen.

Das alles ist Mexiko…

Aber nicht nur das .. Mexiko hat uns auch zum Nachdenken gebracht ..

Wir haben versucht durch dieses Land mit offenen Augen und offenem Herzen zu laufen. Manchmal ist es uns gelungen, vieles bleibt im Verborgenen. Oft erkennt oder erahnt man die Spitze eines Eisbergs. Viele Abende saßen wir zusammen und haben das Erlebte versucht zu verarbeitet, haben lange darüber gesprochen. Doch einige Situationen werden ewig in meinem Herzen bleiben. Davon einige, die uns schier sprachlos gemacht haben.

Da war der Einheimische im Bus, der so unbedingt unsere Rucksäcke vor dem Umfallen bewahren wollte und sie uns beim Aussteigen raustragen wollte; da waren die Verkäufer, bei denen wir nach dem Weg fragten und die gleich mit raus auf die Straße gerannt sind weil wir mal wieder vergessen haben, was rechts und links auf Spanisch heißt; da war der Guide, der bei 40 Grad am Boden in einer Ruinenstätte im Staub kniend versucht hat, uns ein Stück mexikanische Geschichte näher zu bringen bzw. diese mit einem Stock auf den Boden zu malen und uns stolz zu berichten, er ist ein Aztekischer- Indianermann; da war der Cowboy dessen Toilette ich benutzen wollte und der ganz aufgeregt hin und her gerannt ist, um mir Toilettenpapier zu besorgen, da es da normalerweise keins gibt;  da war der Polizist, der uns ganz geduldig den Weg zu einem Geschäft beschrieben hat, in dem wir Brot und Wurst kaufen können; da war der Einheimische an der Ampel, der uns völlig unaufgefordert erklärt hat, wie der Platz heißt, wo die besten Shoppingmöglichkeiten sind und was wir an diesem Abend in „seiner“ Stadt noch anstellen können; da war die Kellnerin, die uns geduldig jedes Wort auf der Speisekarte erklärt hat und uns sogar die Fleischschüssel nach draußen brachte um uns zu zeigen, was was ist. Diese Freundlichkeit und Offenherzigkeit haben wir nicht erwartet und können sie kaum fassen.

Wenn man zwischen Indianerkindern steht, die einem bettelnde Hände entgegenstrecken, die so viel kleiner als die eigenen sind, wird man demütig. Man versucht die fünf Klöße, die einem in diesem Moment an den Hals wandern, herunterzuschlucken und das Tränchen hinter der Sonnenbrille zu verdrücken. Mit der Gewissheit, dass deren Schicksal so unmessbar schwerer ist als das eigene.

Ein Leben, wie wir es führen, ist für diese Menschen unvorstellbar, einfach utopisch. Nun muss man nicht unbedingt aus lauter Solidarität das eigenen Haus abreißen und in ein Zelt ziehen. Aber wenn man das Gemüse aus dem Garten oder die Getränke im Keller häufiger teilt, wenn man mehr Draußen durchs Fenster reinstrahlen lässt, wenn man die 3 Sicherheitsschlösser an der Eingangstür entfernt dann hat man zumindest einen kleinen Teil der Erkenntnis nach Hause in das eigenen Leben gerettet.

Niemals steht es still, tanzt ohne Unterlass zu Salsaklängen oder Latin Music. Es ist so bunt, niemals langweilig. Ob die Sonne vom Himmel knallt oder der Mond schüchtern hinter den Kakteen hervorschielt – es ist eine wahnsinnig beeindruckende Schönheit. Man kann einfach nicht die Augen von all dem lassen und selbst wenn man „nur“ am Strand liegt, beobachtet man es durch die Sonnenbrille. Wir haben versucht viele Momente mit der Kamera zu konservieren – der Rest bleibt tief in unserem Herzen. Unfähig das Ganze mit den bekannten Worten zu beschreiben. Denn es einfach nur als hübsch zu bezeichnen, wäre fast eine Beleidigung. Alles in einem und unvergessen – Mexiko!

 

Mexiko: Stempel im Reisepass 21.03.-02.05.2013

By Janine on Mai 2, 2013

Comments:2

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  1. Antworten Känguru 29.05.13

    ….wie cool ist das denn 🙂 So ein tolles Foto!
    Bitte anschauen, probieren und üben – wir brauchen hier dann Anleitung. 😉
    Hasta luego.

  2. Antworten Janine 01.07.13

    Hallo Känguru .. schön Dich hier zu treffen 😀
    Klar, ich tanz euch dann in Nüb was vor .. kein Problem!!
    Hasta luego und nicht durchdrehen ..
    Lieben Gruß aus Costa Rica

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