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Galapagos IV – South Plaza und Santa Fe Island

Die South Plaza Island (Insel) begrüßt uns mit riesigen Kakteen. Fast baumhoch und sogar mit einem Baumstamm stehen diese riesigen Kaktusteile überall herum. Es sind auch die einzigen hohen Gewächse auf der Insel. Bäume gibt es zwar aber die sind kahl und keine 1,50 Meter hoch.

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Die Lavaechsen sind hier zu Hause. Es sind immer die gleichen Echsen auf Galapagos und doch auf jeder Insel unterschiedlich. Manchmal kleiner, manchmal größer, manchmal tiefschwarze, manchmal gelb oder auch rot und grün gefleckt. Es kommt immer darauf an welche Lebensbedingungen sie finden und wie sie sich anpassen müssen. Gibt es viele Feinde so werden sie größer, gibt es wenige Feinde so bleiben sie klein – immer möglichst energiesparend. Die Lavaechsen auf South Plaza sind schwarz- gelb und doch recht groß. Es sind Landleguane mit einem kurzen Schwanz. Es gibt aber auch Wasserleguane mit einem langen Schwimmschwanz.

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Die Anpassung der Tiere allgemein auf Galapagos ist bewundernswert. Sie leben in absoluter Isolation – manche Arten verlassen nie „ihre“ Insel. So auch die Lavaechsen. Die grasen mittlerweile im Meer und können tauchen weil es an Land nicht genug Futter gibt. Ihr Schwanz hat sich zu einem gut funktionierenden Ruder und Paddel gebildet mit dem sie hervorragende Schwimmer sind. Sie können jedoch nicht lange im Wasser bleiben. Da sie Wechselwarm sind müssen sie immer wieder an Land zurück um sich aufzuwärmen. Zu schnell geht ihre Temperatur im doch recht kalten Galapagos Wasser verloren – sie sind einfach nicht dafür geschaffen und doch haben sie einen Weg gefunden hier unter diesen Bedingungen perfekt zu leben. Da sie sich nicht lange genug im Wasser aufhalten können, schwimmen sie niemals auf eine andere Insel. Galapagos zeichnet nicht die Artenvielfalt sondern die Einzigartigkeit aus. Nirgends sonst auf der Erde muss ein Individuum so anpassungsfähig sein.

Ein Farbtupfer dieser Insel ist der rote Galapagos- Teppich. Eine Bodenpflanze die leuchtend rot schimmert und überall in kleinen Tupfen wächst.

Die Landschaft, die Farben sind atemberaubend. Schwarze Lavasteine, grüne Kakteen, rote Bodenteppiche, gelbe Echsen, blaues Meer.

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Auf der höchsten Spitze der Klippen liegt ein Seelöwe wie eine Statue bewegungslos in der Sonne. Ein Bild für eine Postkarte.

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Am Nachmittag geht es auf die Santa Fe Island. Dort regiert definitiv der Galapagos- Seelöwe. Der Strand ist über und über bevölkert mit schlafenden Seelöwen. Man muss wirklich aufpassen wo man seinen Fuß aufsetzt. Sie liegen in großen Kuschelhäufen oder auch allein herum. Auf dem Bauch, auf dem Rücken, auf der Seite oder auch gerne zusammengerollt. Selbst als wir auf einem kleinen Pfad über die Insel laufen liegen links und rechts Seelöwen im Schatten der Büsche. Oft sieht man diese nicht sondern erschrickt heftig wenn sie einen ihrer gewöhnlichen Hustenanfälle haben.

Seelöwen müssen das viele Salz, dass sie ständig schlucken mit einem – oder mehreren – lauten Husten herausprusten. Oft schnauben sie dabei Meterweite kleine Fontänen durch die Luft. Die Hustenanfälle hören sich wirklich menschenähnlich an. Sie scheiden das Salz auch über die Augen aus. Deshalb schauen Seelöwen oft so aus als ob sie weinen. In Wirklichkeit sind diese meistens schlafenden Tiere aber ziemlich glücklich. Manchmal outen sie sich auch durch ihr lautes Geschrei nach dem Rest der Kolonie oder nach ihrem Nachwuchs.

Bewacht wird die ganze Kolonie von 10-30 Tieren von einem Alfamännchen. Diese Alfamännchen sind wirklich groß und teilweise ziemlich aggressiv. Sie futtern so lange so viel bis sie diese Größe erreichen und stark genug sind sich einen Platz als Alfamännchen zu erkämpfen. Diesen haben sie dann 2 Wochen bis 1 Monat inne. In dieser Zeit tun sie nichts anderes außer sich um ihre Seelöwen- Weibchen zu kümmern und Nachwuchs zu zeugen. Danach sind sie so abgemagert – sie fressen in der Zeit kaum – dass ein anderes Männchen kämpferisch den Platz übernimmt. In den Seelöwen Kolonien gibt es mehrere Männchen aber nur ein Alfamännchen. Alle normalen Seelöwen- Männchen ordnen sich unter und zeugen auch keinerlei Nachwuchs. Das „alte“ Alfamännchen geht nach dem verlorenen Kampf seiner Wege und fängt wieder das fressen und wachsen an. Wenn es groß und stark genug ist geht das ganze Spiel von vorn los. Die Weibchen wechseln zwischen den Kolonien ständig hin und her. Also alles in allem ein ganz schönes Durcheinander.

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Im Wasser direkt vor dem Strand – das Wasser ist hier nur knietief – ziehen Weißflossen- Riffhaie ihre Runden. Sie sind ca. 1,50 – 2,00 Meter groß. Die weißen Flossenspitzen schauen aus der blauen See. Manchmal drängt sich ein Seelöwe dazwischen und schnappt sogar nach den Hai- Schwanzflossen. Die Seelöwen sind sehr verspielt – die Haie hingegen können damit wenig anfangen.

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Die Landschaft ist auch auf dieser Insel karg, grau, trocken. Als ich die Fotos auf dem Laptop anschaue, frage ich Daniel ob die alle schwarz – weiß sind aus Versehen .. nein, die sind farbig! Also auf dieser Insel gibt es in der Trockenzeit landschaftlich nichts zu sehen und trotzdem ist sie einzigartig. Wenn der Mond bewachsen wäre, würde er genauso aussehen!

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By Janine on September 2, 2013

Comments:1

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  1. Antworten Globetrotter 21.09.13

    Ohhhh…toll toll toll toll toll!!! Da will ich sooo unbedingt auch noch hin! 🙂
    Da müssen wir uns auf jeden Fall noch mal genauer drüber unterhalten 😉

    Viel Spaß weiterhin und liebe Grüße!

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